Sodbrennen?
Sodbrennen ist ein Symptom.
Dahinter kann sich eine Krankheit verbergen. Diese kann unter Umständen zu bösartigen Folgeerkrankungen am Übergang zwischen Speiserähre und Magen führen.
Die Diagnostik dieser Erkrankungen ist ausgefeilt und gut standardisiert. Die therapeutischen Möglichkeiten reichen von der Vermeidung der Symptome bis zur vollständigen Beseitigung der Ursachen.
Häufigkeit
Sodbrennen ist die häufigste gutartige Erkrankung des oberen Verdauungstraktes in der westlichen Welt.
In Deutschland haben 10-15% der Bevölkerung Refluxbeschwerden (Sodbrennen und/oder saures Aufstoßen). Bei der Durchführung einer Magenspiegelung zeigt sich bei jedem 2. bis 3. Patienten mit Refluxbeschwerden eine Entzündung der unteren Speiseröhre.
Bei 50% der Patienten sind die Refluxbeschwerden ein einmaliges Ereignis. Bei allen anderen treten die Beschwerden wiederholt auf und 20% erleiden eine Schleimhautschädigung der unteren Speiseröhre.
Bei jedem 10. Patient mit Schleimhautschädigungen wandelt sich die Schleimhaut in anderes Gewebe um und die Gefahr, daß sich auf diesem geschädigten Gewebe ein Speiseröhrenkrebs bildet, steigt.
FAUSTREGEL:
- Jeder 10. Deutsche hat Refluxbeschwerden
- Bei jedem 10. Refluxkranken findet sich eine Entzündung der unteren Speiseröhre (Refluxösophagitis)
- Bei jeder 10. Refluxösophagitis entwickelt sich anderes Speiseröhrengewebe (BARRETT-ösophagus)
- Bei jeder 10. BARRETT-Speiseröhre kann Speiseröhrenkrebs entstehen