Sodbrennen

Therapie

1. Therapie der Symptome

Therapiema�nahmen f�r SodbrennenBei der konservativen Therapie werden die Symptome der Refluxerkrankung behandelt. Allgemeine Maßnahmen, die das Zurückfließen des sauren Magensaftes in die Speiseröhre reduzieren können sind:

  • Schlafen mit erhöhtem Oberkörper
  • Vermeidung größerer Mahlzeiten vor dem Schlafengehen
  • Reduzierung des Übergewichtes
  • Vermeidung von fetten Speisen, Alkohol und Nikotin
  • Einnahme von mehreren kleinen Mahlzeiten

Der wichtigste Eckpfeiler bei der Behandlung der Symptome ist die medikamentöse Therapie mit so genannten Protonenpumpenhemmern. Mit diesen Medikamenten wird die Säurebildung im Magen unterdrückt, die Beschwerden lassen sich deutlich reduzieren und häufig kommt es zur Abheilung der Entzündung. Eine medikamentöse Therapie ist meist eine lebenslange Therapie, da sich nach Absetzen der Medikamente die Symptomatik sofort wieder verstärkt und erneut Entzündungen der Speiseröhre auftreten können.

2. Therapie der Ursachen

Alternativ zur konservativen Therapie ist zur dauerhaften Beseitigung des Zwerchfellbruches und somit des Sodbrennens die operative Behandlung sinnvoll. Die Indikation zu einer Operation ist gegeben bei:

  • Versagen der medikamentösen Therapie
  • Unverträglichkeiten von Medikamenten
  • Entscheidung des Patienten gegen eine langjährige, dauerhafte Medikamenteneinnahme
Operatives Verfahren
Die so genannte laparoskopische Fundoplikatio wird heutzutage minimal invasiv durchgeführt. Das heißt, es wird kein großer Bauchschnitt benötigt. Sondern insgesamt fünf kleine, jeweils 5 mm messende Schnitte reichen dem Chirurgen aus, um diese komplexe Operation durchzuführen.
  1. Bei der Operation wird unter Schonung der Speiseröhre zunächst der Zwerchfellbruch freigelegt. Mitunter können größere Anteile des Magens nach oben in den Brustraum gerutscht sein, manchmal sogar der ganze Magen (upside down stomach). Diese werden in den Bauchraum zurückverlagert.
  2. Verschluß des Zwerchfellbruches: Nachdem alle Magenanteile in den Bauchraum zurückverlagert wurden, wird die überdehnte Durchtrittsstelle der Speiseröhre durch das Zwerchfell wieder auf eine angemessene Größe eingeengt. Dies erfolgt durch mehrere Nähte, die den Zwerchfellmuskel wieder zusammenbringen (Hiatoplastik). Bei sehr großen Brüchen und schwachem Zwerchfellmuskel kann in Einzelfällen die Einlage eines Kunststoffnetzes zur Verstärkung sinnvoll sein.
  3. Bildung einer Magenmanschette um die untere Speiseröhre: Dies geschieht, indem der obere Magenteil hinten um die Speiseröhre herumgeführt wird und an der Vorderseite wie eine Manschette mit Nähten geschlossen wird. Um ein erneutes Hochrutschen von Magenanteilen zu verhindern, wird die Manschette auch mit der Speiseröhre vernäht.

Nach der Operation können Sie sofort aufstehen und sich bewegen. Am 1. Tag nach der Operation sollte nur flüssige Kost aufgenommen werden. Anschließend wird der Kostaufbau gesteigert. Um das Operationsergebnis nicht zu gefährden, sollten für zwei Wochen nach der Operation die Mahlzeiten auf 5 - 6 kleine Portionen pro Tag verteilt werden.

Gerne beraten wir Sie in unserer Sprechstunde.
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